| Open Source
Unter Open Source versteht man, dass die Software mitsamt Quellcode der Öffentlichkeit zur freien Verfügung gestellt wird. Mit dem Quellcode lassen sich Fehler finden, Programmteile ergänzen oder sogar das ganze Projekt weiterentwickeln. Im Gegensatz zu proprietärer Software wie z.B. von Microsoft, ist das Ändern von Open Source Software völlig legal und sogar erwünscht. Bei Open Sorce Software mit GPL-Lizenz muss man seine Änderungen jedoch wiederum kostenlos allen anderen zur Verfügung stellen.
Im Gegensatz zu proprietärer Software hat Open Source eine Reihe entscheidender Vorteile:
Open Source Software hat ihre Qualität in den letzten 20 Jahren als Grundlage des Internet demonstriert und einen Grad an Leistungsfähigkeit und Stabilität erreicht, mit dem sie in Konkurrenz zu kommerziellen Produkten treten kann. Bei vielen der weltweit erfolgreichsten Softwarepakete handelt es sich um Open Source. Die im Internet wohl am meisten eingesetzten Pakete Apache (ein Web Server), Linux (Unix Betriebssystem), BSD (auch Unix Betriebssystem), Bind (Internet Name Daemon) sind allesamt Open Source Projekte. Ohne diese Software würde das Internet in der heutigen Form wohl nicht existieren.
Weil der Quellcode öffentlich zugänglich ist, kann und wird er öfter angesehen als andere Software. Fehler und Probleme werden schneller entdeckt und korrigiert. Die Offenlegung von Software allein bedeutet an sich zwar noch keine Sicherheit. Denn in der Regel werden Benutzer, aber auch Programmierer, gar nicht feststellen können, ob ein bestimmtes Programm sicher ist. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Open-Source-Software allgemein sicherer ist als Nicht-Open-Source-Software. Oft bauen Softwarehersteller geheime Hintertüren in Ihre Produkte ein - auch auf Drängen der jeweiligen Regierungen. Bei Open Source ist so etwas undenkbar.
Bei der Entwicklung von Open-Source-Software arbeiten weltweit Programmierer und Firmen gemeinsam an einem Projekt, das keiner von ihnen alleine verwirklichen könnte - das macht sich QQQ zu Nutze. Einzelne Firmen können die Software nach Beleiben weiterentwicklen. Alle anderen Anwender profitieren nun von diesen Weiterentwicklungen, auch wenn sie sie selbst nicht initiiert haben. Nicht zuletzt müssen alle Teile nur einmal entwickelt werden. Nicht jeder Programmierer muss alles von Null an entwickeln, sondern kann auf bewährte Fragmente anderer Software zugreifen. Dies spart Zeit und Geld und fördert die Wiederverwertbarkeit von Software und damit die Qualität.
Grössere Zuverlässigkeit: Open-Source-Software wird von hunderten, oft tausenden Entwicklern betrachtet und beurteilt. Ausgereifte Open-Source-Software gewährleistet damit ein hohes Mass an Zuverlässigkeit durch das Mehr-Augen-Prinzip; Viele Entwickler finden Fehler und beseitigen sie schnell. Bei kommerzieller Software muss man auf Bugfixes des Herstellers warten.
Nicht zuletzt besteht durch Open-Source-Software acuh für kleinere Marktteilnehmer die Möglichkeit, gegen Monopole zu bestehen. Damit gibt es wieder eine grössere Chance, dass sich das bessere Produkt durchsetzt. Open Source unterstützt also den freien Wettbewerb. Anwender treffen Anbieter auf einem freien Markt. Da die Software frei zugänglich ist, kann sie auch von anderen Herstellern vertrieben und gewartet werden. Man ist nicht abhängig von einem einzelnen Hersteller, sondern kann jederzeit Alternativen für sich suchen. Die Anbieter stellen Ihre Dienstleistung in den Vordergrund. Außerdem könnten Anwender die Programme genauer auf ihre individuellen Bedürfnisse zuschneiden. Der Programmcode ist ja bekannt.
Wenn Sie der Open-Source-Gedanke interessiert: mehr finden Sie bei opensource.org.
Wenn Sie Open Source aktiv unterstützen wollen, besuchen Sie das Free Software Donation Directory. Dort befindet siche eine Liste von unterstützenswerten Projekten.
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